Goldstein für die Mittagspause

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Foto: Mahn- und Gedenkstätte
Foto: Mahn- und Gedenkstätte

Goldsteins Traum: Von Düsseldorf ins gelobte Land.
Eine fotografische Annäherung

Der 1898 im damaligen Russland geborene Arzt Dr. Georg Goldstein ist gerade einmal vier Jahre deutscher Staatsbürger, als die Nationalsozialisten 1933 an die Macht kommen. Am 16. Januar 1934 wird seine Einbürgerung zurückgenommen. Dem seit 1930 in Düsseldorf praktizierenden Arzt wird auch die Zulassung entzogen. Als „Staatenloser“ ist er nun auf der Suche nach einer neuen Heimat. Als Zionist blickt er nach Palästina.

Georg Goldstein dokumentiert Berufliches und Privates gerne fotografisch. Das Medium der Fotografie fasziniert ihn. Auch seine Suche nach einer neuen Heimat hält er fotografisch fest.
Goldsteins Fotos zeigen zunächst den deutsch-jüdischen Blick auf das Leben und den Alltag in Palästina. Zunächst nur als Reisender, später als Bewohner des Landes, dokumentiert er in privaten Fotos die Jahre bis zur Gründung des Staates Israel. Doch die politische Entwicklung macht ihn nicht glücklich. Ihm wird die wachsende Kluft zwischen Ideal und Wirklichkeit eines jüdischen Staates immer bewusster. Als Arzt beteiligt er sich an der Debatte um den richtigen Weg.

1953 kehrt er nach Düsseldorf zurück, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1980 lebt. Seine Fotosammlung mit 11.000 Negativen und 4.000 Schwarz-Weiß-Aufnahmen schenkt seine Frau Ilse dem Steinheim-Institut.

Eine Ausstellung der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf in Kooperation mit dem Salomon Ludwig Steinheim-Institut für deutsch-jüdische Geschichte e.V. an der Universität Duisburg-Essen.


Termine

20. September 2019, 13:00 - 13:30 Uhr


Kosten

Die Teilnahme ist kostenlos.


Organisatorische Hinweise

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Treffpunkt: Gedenkstätte, Foyer


Hinweise zur Barrierearmut

Die Ausstellungsräume sind über Aufzüge barrierefrei zugänglich (bis auf den Luftschutzkeller). Das Forum verfügt über eine induktive Höranlage.

- Hörstationen zu verschiedenen Biografien sind vorhanden (Dauerausstellung)
- Rollstuhlgerechtes WC
- Hinweisschilder in Braille-Schrift
- Gebärdendolmetscher auf Anfrage


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