Caroline Fabers

Keramik, Design/Artwork, Kunsttherapie

“…werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit…Preise dich selbst, lass die Angst fallen, spiele mit allem.” Joseph Beuys ‘Jeder Mensch ist ein Künstler’



Spannungsfeld zwischen freischaffender und angewandter Kunst:
Plastisches Gestalten, Objekt- und Raumgestaltung
Collage / Mischtechnik / Malerei
Interdisziplinäre Projekte
Konzept- und Ausstellungsentwicklung

Beschreibung der Arbeitsweise mit Kindern und Jugendlichen

Der Aussage von Joseph Beuys verbunden steht das Sich-Erleben und Erfahren als kreativer Mensch und Künstler im Zentrum meiner Arbeit. Ich verstehe Kreativität als Bedürfnis und Fähigkeit jedes Menschen und als einen wesentlicher Aspekt individueller Integrität. Dazu gehört das Wagnis, sich zu öffnen und über Grenzen zu gehen, die Lust am Experiment, der Glaube an scheinbar Unmögliches und der Mut, zu sich selbst zu stehen. Wichtig ist das Anfangen – dann erst kann sich bevorzugtes Material heraus kristallisieren: eigene Vorlieben, präferierte Arbeitsweisen, ungeahnte Stärken, vielleicht auch Abneigungen, die es zu respektieren gilt.

Im künstlerischen Prozess geht es mir weniger um konkrete Ziele oder Ergebnisse, erst recht nicht um Perfektion oder Bewertung, sondern um Neugierde, die Freude am kreativen Tun und das Aushalten der möglicherweise unfertigen eigenen Gestaltung. Es geht um den Prozess, aus dem inneren Reichtum menschlicher Auseinandersetzung, aus Erlebtem, Erinnertem, Eindrücken und Geschehnissen etwas Eigenes zu gestalten. Daneben steht die Erfahrung, gemeinsam mit anderen etwas “Größeres” zu schaffen.

Meine Aufgabe sehe ich in Anregungen zur Ideenfindung und in der Unterstützung zu deren Umsetzung; außerdem darin, Erfahrung weiter zu geben, Begeisterung zu wecken und zu motivieren, an einem Thema dran zu bleiben. Dabei lasse ich mich vom überraschenden Moment im Schaffensprozess leiten. Das bedeutet, neben dem konzeptuellen Ansatz, den Wünschen und Interessen der Kinder Raum zu geben. Genau dieser interaktive Aspekt macht die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zum Abenteuer. Mit kunsttherapeutischen Ansätzen lassen sich darüber hinaus individuelle Ressourcen und das Gruppengefüge stärken.


Künstlerische Vita

2010 – 2013
Kunsttherapie und Kreative Therapie für belastete Kinder und Jugendliche: Ausbildung (DFKGT)
Zukunftswerkstatt therapie kreativ, Neukirchen Vluyn / Hattingen

1995 – 2010
Design – Artwork – Styling: Freiberufliche Tätigkeit
Nationale und internationale Kunden der Mode-, Möbel- und Werbebranche
- Präsenz durchgehend in öffentlichen und firmeninternen Medien: TV, Print, Digital
- Messepräsenz mehrjährig: UPDATE Berlin, IMM Köln/Passagen, DDC Utrecht
- Workshops u. Gastklassen in Freier Kunst und Gestaltung
(u.a. Weiterbildungszentrum für Bildhauerei und Freie Akademie für Malerei, Düsseldorf)

1993 – 1994
Fashion Design: Wettbewerbspreisträgerin u. Freiberufliche Tätigkeit
Creativ Haus Düsseldorf
Auftragsarbeiten u. Messepräsentation unter eigenem Label: CPD Düsseldorf

1991 – 1993
Fashion Design: Anstellung (Young Fashion Collection)
Disenos Charme S.A. de C.V., Mexiko City

1989 – 1991
Fashion Design: Studium FH (8 Trimester)
J.K. Universidad, Licenciatura Diseno de Moda, Mexiko City
- Kostümbild und Ausstattung, Freiberufliche Assistenz Theater- und Kinoproduktionen, Mexiko City
- Gruppenausstellung: “Encuentro con la Moda”, Guadalajara, Mexiko

1986 – 1989
Lateinamerikanistik: Grundstudium / Gasthörerschaft
Freie Universität Berlin; Universidad Nacional Autónoma Metropolitana, Mexiko City

1982 – 1985
Keramik: Kunsthandwerkliche Ausbildung u. Anstellung
Keramische Werkstatt Margaretenhöhe, Essen


Künstlerisch-pädagogische Vita

2015
Interaktives Kunstprojekt: “Sexualität & Kunst”
Freie Kooperation: Beratungsstelle Esperanza, Düsseldorf
mit Städtischer Gemeinschaftshauptschule Rather Kreuzweg

seit 2014
“Kulturelle Bildung im Elementarbereich”
Städtische Kindertagesstätte Rathenower Straße
Ev. Tageseinrichtung für Kinder Vlattenstraße
Städt. Kinder-Tageseinrichtung Braunsberger Straße
AWO-Kindertagesstätte “Sternschnuppe”
Städtische Kindertagesstätte Balckestraße

seit 2012
Kunsttherapeutische Arbeit mit Einzelpersonen und Kleingruppen
Freie Kooperationen: Osterberg Institut, Niederkleevez; Psychosomatische Kinderklinik, Beelitz

seit 2011
Künstlerisches Rahmenprogramm
Freie Kooperation: Tanzhaus NRW, Düsseldorf

seit 2010
„Künstlerische Angebote im Offenen Ganztag im Primarbereich“ und Ferienprojekte:
Alfred-Herrhausen-Schule (Förderschule) / Anne-Frank-Haus
Bonifatius-Schule (Grundschule, Katholische Bekenntnisschule)
Carl-Sonnenschein-Schule (Grundschule, Katholische Bekenntnisschule)
GGS Neustrelitzer Straße (Grundschule, Gemeinschaftsschule)
Montessori-Schule Lindenstraße (Grundschule, Gemeinschaftschule)
Paulusschule (Grundschule, Katholische Bekenntnisschule)

“Jugend, Kultur und Schule”:
Carl-Sonnenschein-Schule (Grundschule, Katholische Bekenntnisschule)
GGS Adam-Stegerwald-Straße (Grundschule, Gemeinschaftschule)
GGS Rather Kreuzweg (Grundschule, Gemeinschaftschule)
GGS Rolandstraße (Grundschule, Gemeinschaftsschule)
GGS Kronprinzenstraße (Grundschule, Gemeinschaftsschule)
Werner-von-Siemens-Realschule

2010
Bühnengestaltung “JeruVille Vol.2 – Begehbarer Theaterabend”
Freie Kooperation: Schauspielhaus Düsseldorf / Migrationsbüro der Diakonie, Düsseldorf

2009 – 2010
Textiles Gestalten
Freie Kooperation: Montessori-Grundschule Lindenstraße (Gemeinschaftschule)

2008 – 2009
Fachbereich Modejournalismus / Medienkommunikation,
Freie Dozentenstelle: Akademie Mode Design (AMD), Düsseldorf


Beispielprojekte

BuchKunst – “Lifebooks”
Ausgangsmaterial ist ein breites Spektrum alter Bücher. Vorgefundenes wird verändert und weiter gestaltet, Eigenes hinzugefügt.Text trifft auf Bild, Schrifttype, Foto, Collage, Druck, unterschiedliche Mal-, Zeichen- und Dekorationstechniken. Lesezeichen- und Einbandgestaltung. Eigenen Themen und Vorlieben finden einen geschützten Raum. Individualität und Eigensinn erhält einen Ausdruck. Am Ende steht ein individuelles Gesamtkunstwerk.

Farbenküche – Malen mit Naturfarben:
Sammeln, mischen, matschen, malen – mit allen Sinnen eigene Farben erstellen. Wir suchen in der Natur nach Farben – Lehm, Erde, Sand, Kreide, Kies – und bereiten sie selber auf. Außerdem erstellen wir eigen Pinsel mit Federn, Bast, Kordel und Filzwolle. Künstlerisches Material muss kein Vermögen kosten und lässt sich selber herstellen. Ob auf Pappen, Holzuntergründen oder im Außengelände: unsere Farben entwickeln eigenen Charme und Leuchtkraft.

Klangbild – Instrumentenbau:
Zu Musik malen heißt sich fort bewegen von Gegenständlichem – Tonhöhen und -tiefen, Klangfarben und -volumen, Farbtöne und Emotionen erspüren und gestalterisch ausdrücken. Ideenfindung auf Klangspaziergängen durch urbanes Umfeld oder Natur. Bau und Gestaltung einfacher Instrumente mit denen improvisiert, intoniert und gemeinsam experimentiert wird.

Naturatelier – Landschaftskunst:
Jedes Kind ist ein ‘Sachensucher’. Fundstücke und Naturmaterialien bieten einen unendlichen Fundus an künstlerischem Ausdrucksmittel. Dies lassen sich in gestalterischer Arbeit zu jedem Thema einbringen. Darüber hinaus gibt es an manchen Standorten die Nähe zu Wald und Rhein, grünes Außengelände oder einen Schulgarten – somit die Möglichkeit sich in- und outdoor mit diesem Thema auseinander zu setzen. (> Standortanpassung)

Ich bin ich – Stimmungsbilder:
Wer bin ich? Was macht mich einzigartig? Worin liegen meine Fähigkeiten und Stärken? Kreative Spurensuche nach individueller Identität und eigenen Ressourcen anhand von Namensbild, Zauberstab, Selbstbild und Abbild, Mandala des inneren Reichtums, Schatzkisten und Altären. Fantasiereisen mit Bild- und Tonträgern (“Königin der Farben”, “Gefühle sind wie Farben”, “Heute bin ich” und “Das mutige Buch”)

Bühnen- und Requisitengestaltung:
Visueller Rahmen für die parallel bespielten Bühnen der Containerstadt ‘JeruVille’ und die urbane Hintergrundkulisse von Schauspielhaus und Bürogebäuden rund um den Gustav-Gründgens-Platz. Interaktiver Teamprozess mit Integration der Ideen der jugendlichen Akteure und Tänzer anhand der Weiterentwicklung ihrer schauspielerischen Rollen. Berücksichtigung des Publikums als beweglich-aktive Menschengruppe innerhalb der Gesamtbühne.
(“JeruVille Vol.2”, Diakonie Düsseldorf in Kooperation mit Düsseldorfer Schauspielhaus)

Interdisziplinäres künstlerisches Angebot:
Silvesterparty oder Familienvorstellung eingerahmt von künstlerischem Angebot, welches unmittelbar an die Gesamtästhetik der Tanz-Performance anknüpft und diese aufgreift. Das Rahmenprogramm des Tanzhaus NRW bietet Kindern und Erwachsenen die Möglichkeit, die in der Vorstellung gewonnenen Impressionen in eigener gestalterischer Expression auszudrücken und zu interpretieren.


Organisatorische Hinweise

Freie Kapazitäten auf Anfrage (variieren)
Feststehender Raum / Lagermöglichkeit für Material

Erreichbarkeit: vorzugsweise E-Mail od. Festnetz (AB vorhanden)

Besondere Angebote:
Freie Buchung für kunsttherapeutische Einzelarbeit u. Gruppenprojekte
Einführung für Pädagogen in kunsttherapeutische Modelle und Methoden

Wenden Sie sich direkt an den/die Künstler/-in. Sollten darüber hinaus Fragen bestehen, können Sie Ihren Bedarf mit den Koordinator/-innen (siehe Koordination des entsprechenden Programms) besprechen. Bei grundlegenden Fragen können Sie sich auch gern an Bettina Kratzsch vom Kulturamt Düsseldorf wenden: 0211- 89.96132.


Programme

Künstler/-innen in der Offenen Ganztagsschule im Primarbereich

Das “Düsseldorfer Modell” hat das Ziel, professionelle künstlerische Angebote in die Schulen zu integrieren und unterstützt die Offenen Ganztagsschulen bei der Zusammenarbeit mit Künstlerinnen und Künstlern aller Sparten. Es beinhaltet die Auswahl und die Qualifizierung von Künstler/-innen und ihre Begleitung an den Schulen.

Programm Kunst-Kultur-Teilhabe

Im Programm Kunst, Kultur und Teilhabe arbeiten Künstler/-innen vor Ort mit Zugewanderten und Einheimischen zusammen und erhalten durch gemeinsames künstlerisches Handeln Gelegenheiten zum gegenseitigen Kennenlernen und Austausch über Kulturgrenzen hinweg. Kern des Programms ist es, über gemeinschaftliche kreative Tätigkeit an einem künstlerischen Thema Barrieren abzubauen, persönliche Kontakte zu vermitteln und aufzubauen.

Programm "Jugend, Kultur und Schule"

Das städtische Programm “Jugend, Kultur und Schule” ist ein ressortübergreifendes Bildungsprogramm. Es startete im zweiten Schulhalbjahr 2002/03 und wird gemeinsam von Kulturamt, Schulverwaltungsamt und Jugendamt umgesetzt. Beteiligen können sich Künstler/-innen der verschiedenen Sparten, Kulturinstitute und in Absprache auch Jugendfreizeiteinrichtungen.

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